Entgiftung und Ausleitung bei KPU

Die 6. Auflage hat weitere Kapitel:

  • KPU: angeboren oder erworben?
  • Ausleitung von Schwermetallen?
  • Vitamin K2, der Partner des Vitamin D?
  • Fragen und Antworten. Alles über KPU in Kurzform für den raschen Überblick!

 

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In den letzten 50 Jahren haben sich unsere Umwelt- und Lebensbedingungen stark verändert. Die Zahl neuer Chemikalien ist mittlerweile unüberschaubar geworden. Täglich werden wir mit neuen chemischen Verbindungen aus der Nahrung, der Luft oder auch durch Hautkontakt konfrontiert. In unseren Lebensmitteln befinden sich mittlerweile eine Vielzahl von verschiedenen Chemikalien, Hormonen, Konservierungs- und Farbstoffen. Auch über unsere Haut gelangen zahlreiche Stoffe in unseren Organismus. Leider ist unser Körper nicht immer in der Lage diese Stoffe unschädlich zu machen. Unserem Körper fehlen noch die speziellen Werkzeuge dafür. Anpassungsvorgänge brauchen nämlich Zeit. Irgendwann ist ein Limit erreicht und die Kompensationsmechanismen sind überfordert. Danach entsteht Krankheit.

Das wichtigste Organ zur Entgiftung des Organismus stellt die Leber dar. Die Leber wiegt etwa 1,5kg und wird täglich von etwa 2000 Liter Blut durchströmt. Die Leistungsfähigkeit der Leber ist bemerkenswert. Sie sorgt dafür, dass Abfallstoffe schließlich über die Galle oder auch über die Niere ausgeschieden werden können. Über die Galle werden primär fettlösliche Stoffe und über die Niere wasserlösliche Verbindungen entsorgt. Bei der Niere spielt eine Rolle, dass immer genügend Flüssigkeit, also Wasser, zur Verfügung steht. Aber auch eine ausreichende Herzleistung ist Grundvoraussetzung für eine funktionierende Ausscheidung.

Insgesamt funktioniert die Entgiftung beim KPU-Patienten nur eingeschränkt. Ursache sind die Häm-Synthese-Störung und die fehlende Aktivierung der Enzyme durch den Zink- und Mangan-Mangel. KPU-Patienten sollen auch höhere Konzentrationen an Schwermetallen wie Aluminium, Quecksilber und Arsen aufweisen als die Durchschnittsbevölkerung.

Um die Entgiftung des Körpers zu verbessern, sind vielfältige Überlegungen angestellt und zahlreiche Vorschläge gemacht worden.

Die Geschichte kennt bereits viele Verfahren. Es sind: Schröpfen, Fasten, Aderlass, Blutegel, Wickel, Schwitzkuren, basische Bäder und Ausleitungen über den Darm oder den Urin. Teilweise gehen diese Behandlungen bis ins Altertum zurück. Auch im Mittelalter waren sie gebräuchlich. Die Reinigung des Körpers war wichtig. Die sogenannte „Viersäftelehre“ stand dabei im Mittelpunkt des Krankheitsverständnisses.

Mit dem zunehmenden Kenntnissen über die Physiologie des Körpers ab Beginn der Aufklärung traten diese Theorien zunehmend in den Hintergrund, da andere, wissenschaftlich nachweisbare Ursachen für Erkrankungen gefunden worden waren und damit auch erfolgreich behandelt werden konnten. Die alten Theorien blieben jedoch bis in die Neuzeit eine Grundlage der Alternativmedizin.

Ausgehend von diesen Überlegungen ist es aber inzwischen der modernen Medizin gelungen, Faktoren für eine verminderte Stoffwechselaktivität zu finden.

Die Verbindung zwischen KPU und der mangelnden Entgiftung des Körpers ist offensichtlich. An erster Stelle steht das Häm. Die Entgiftungsenzyme benötigen Häm. Doch das kann nicht in ausreichendem Maß hergestellt werden. Somit verlangsamt sich die Entgiftung. Stoffwechselprodukte und freie Radikale blockieren die Zelle und vermindern dadurch ihre Leistungsfähigkeit. Aber es geht noch weiter. Zink und Mangan fehlen, ebenso Vitamin B6. Zink fehlt zur Aktivierung vieler Enzyme. Dadurch kommt es zur Anhäufung von Abfallstoffen in der Zelle.

Bis in unsere Zeit hinein wurden Versuche unternommen, die Ausscheidung von Chemikalien zu beschleunigen. Es waren die sog. „Chelatbildner“, die eingesetzt wurden. Sie hießen DMSA, DMPS und andere. Sie hatten leider den Nachteil, dass auch lebensnotwendige Metalle mitentfernt wurden und der Körper dadurch weiter geschwächt wurde. Insbesondere der bereits bestehende Zinkmangel wird dadurch weiter verstärkt.

Glücklicherweise wurden diese Zusammenhänge inzwischen erkannt, Wir brauchen diese drastisch wirkenden Substanzen nicht mehr. Natürliche Substanzen funktionieren genauso gut, auch wenn es etwas länger dauert, bis eine Wirkung eintritt.

An erster Stelle stehen die Zeolithe. Das sind kristalline Silikate, die in verschiedenen Formen auf der ganzen Welt vorkommen. Es handelt sich um Vulkangesteine. Charakteristisch ist ihre Gitterstruktur, wodurch Metalle aufgenommen werden können. Aber auch Flüssigkeiten, meist Wasser, befindet sich darin. Durch Erwärmen kann das Wasser wieder entfernt werden, ohne dass dabei die Gitterstruktur zerstört wird. Zeoilithe werden manchmal auch als Molekularsiebe bezeichnet. Auch radioaktive Stoffe können gebunden werden, weshalb Zeolithe bei der Reaktorkatastrophe in Fukushima eingesetzt wurden. Auch übelriechende Gase können gebunden werden. Zeolithe gelangen nach der Einnahme nicht in den menschlichen Körper. Sie werden wieder vollständig ausgeschieden. Auch die Aluminiumionen in den Silikaten können nicht aufgenommen werden. Die täglich empfohlene Menge beträgt 1-2x3g in lauwarmem Wasser, das langsam getrunken wird. Wichtig ist, dass das Pulver nicht mit einem Metalllöffel in Berührung kommt. Das Metall „verstopft“ die Poren und macht das Zeolith wirkungslos.

Naturheilkundler bevorzugen zum Ausleiten oft Pflanzenstoffe. Ganz im Vordergrund steht die Süßwasseralge Chlorella. Dagegen ist Spirulina, eine Salzwasseralge, dafür nicht geeignet. Chlorella arbeitet wie ein Schwamm und bindet Schwermetalle und Umweltgifte. Bevorzugt wird das Bindegewebe durch Chlorella gereinigt. Dies stellt den ersten Schritt dar. Immer müssen zuerst die Schwermetalle das Bindegewebe verlassen haben, damit in einem zweiten Schritt andere Gewebe von Schwermetallen befreit werden können. Das Bindegewebe ist sozusagen der Puffer. Als Ergänzung zu Chlorella kann auch Bärlauch benutzt werden. Bärlauch enthält Schwefel, woran sich Schwermetalle binden können. Die Ausscheidung der Schwermetalle erfolgt schließlich über den Darm.

In einem zweiten Schritt wird zusätzlich Koriander eingesetzt. Koriander ist in der Lage Schwermetall aus spezifischen Geweben freizusetzen, die dann in das Bindegewebe transportiert werden, von wo sie schließlich durch Chlorella aus dem Körper entfernt werden. Koriander kann Schwermetalle freisetzen, aber nicht binden. Die Schwermetalle stammen vorwiegend aus dem Nervengewebe (auch dem Gehirn) und den Knochen. Die Wirkung von Koriander wird durch Vitamin C und andere Antioxidantien abgeschwächt, weshalb sie nur zeitlich versetzt eigenommen werden dürfen. Koriander wird zunächst in geringer Dosis (1 bis 3 Tropfen) eingesetzt und später gesteigert. Treten Schwindel, Kopfschmerzen oder Übelkeit auf, muss die Dosis wieder reduziert werden. Wer 10 Tropfen als Einmaldosis verträgt, hat das meiste Quecksilber und die anderen Schwermetalle aus seinem Körper entfernt. Allgemein sollte bei dieser Therapie die Trinkmenge hoch sein.

Es gibt auch ergänzende Maßnahmen. Sauna und Sport sind gut geeignet, über die Haut Giftstoffe loszuwerden. Dabei spielt die regelmäßige Anwendung eine wichtige Rolle.

Gitterstruktur des Zeolith

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Pulver aus Chlorella-Algen

 

 

Koriander-Blätter

 

Bärlauch

 

 

 

 

 

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Autor: lebenmitkpu

Ich bin Arzt, Autor und jetzt auch Blogger. KPU beschäftigt mich seit über 10 Jahren. Immer wieder kommen neue erstaunliche Dinge hinzu. Fast alle Bereiche der Medizin sind betroffen. Ich wünsche mir, dass KPU in der Bevölkerung bekannter wird. Viele Menschen würden davon profitieren und hätten dadurch mehr Lebensqualität.

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